Belinda Bencic: Schweizer Spielintelligenz, slowakische Wurzeln und Olympiagold
Belinda Bencic wurde am 10. März 1997 in Flawil geboren und lebt in Wollerau. Sie besitzt die Schweizer und die slowakische Staatsbürgerschaft, denn ihre Familie hat Wurzeln in der ehemaligen Tschechoslowakei: Vater Ivan kam 1968 mit seinen Eltern in die Schweiz. Sport liegt bei den Bencics in den Genen. Ivan spielte Eishockey in den beiden obersten Schweizer Ligen, Mutter Dana war eine hochklassige Handballspielerin, und Bruder Brian spielt ebenfalls Tennis. Bencic selbst ist Rechtshänderin und spielt die Rückhand beidhändig.
Schon mit zwei Jahren schlug sie erste Bälle, mit vier trainierte sie täglich eine Stunde mit ihrem Vater. Als Belinda fünf war, kontaktierte Ivan Melanie Molitor, die Mutter und Trainerin von Martina Hingis. Mit sechs verbrachte sie sechs Monate an der Akademie von Nick Bollettieri in Florida, und 2004 zog die Familie nach Wollerau, damit die Siebenjährige täglich in der neu eröffneten Akademie von Molitor trainieren konnte. Kein Wunder, dass Bencic bis heute oft mit Hingis verglichen wird: Beide haben slowakische Wurzeln, wurden von Molitor geprägt und verfügen über eine starke Rückhand. Bencic gilt als robuster, Hingis als beweglicher. Experten loben vor allem ihre Spielintelligenz und ihre Fähigkeit, den Ball früh zu treffen und die Gegnerin mit druckvollen Grundlinienbällen aus dem Konzept zu bringen.
Vom Juniorinnen-Star zum Sieg über Serena Williams
Mit 16 Jahren führte Bencic 2013 die Juniorinnen-Weltrangliste an und gewann in Wimbledon und bei den French Open die Grand-Slam-Titel der Juniorinnen. Vor ihr hatte das zuletzt Martina Hingis 1994 für die Schweiz geschafft. 2014 folgte der Durchbruch bei den US Open: Mit 17 Jahren stand Bencic im Viertelfinale, als jüngste Viertelfinalistin seit Hingis im Jahr 1997. 2015 gewann sie ihre ersten WTA-Titel, zunächst auf dem Rasen von Eastbourne, dann bei den Canadian Open in Toronto. Dort bezwang sie im Halbfinale die damalige Weltranglistenerste Serena Williams und im Finale Simona Halep, die wegen einer Hitzeerkrankung aufgeben musste. Insgesamt schlug Bencic in Toronto sechs Spielerinnen aus den Top 25, darunter vier der besten sechs. 2016 zog sie mit 18 Jahren als erste Teenagerin seit Caroline Wozniacki im Jahr 2009 in die Top 10 ein.
Verletzungen, Comeback und Rang 4 der Welt
Auf den Höhenflug folgte eine schwierige Phase: Zwischen 2016 und 2018 warfen Bencic mehrere Verletzungen zurück. Nach einer Operation am Handgelenk im Jahr 2017 rutschte sie bis auf Rang 312 ab. Sie kämpfte sich zurück: Ende 2017 stand sie auf Rang 74, im September 2018 war sie wieder in den Top 50, und das Jahr beendete sie auf Rang 54. Gekrönt wurde das Comeback 2019 mit den Titeln in Dubai und Moskau und dem ersten Grand-Slam-Halbfinale ihrer Karriere bei den US Open. Auf dem Weg dorthin schlug sie unter anderem Naomi Osaka. Sie beendete das Jahr in den Top 10, und die WTA zeichnete sie als „Comeback Player of the Year“ aus. Im Februar 2020 erreichte Bencic mit Rang 4 ihre bislang beste Weltranglistenplatzierung. An der Seite von Roger Federer gewann sie 2018 und 2019 außerdem den Hopman Cup.
Olympiasiegerin für die Schweiz
Ihren größten Triumph feierte Bencic bei den Olympischen Spielen in Tokio, die pandemiebedingt 2021 stattfanden. Im Einzel gewann sie Gold gegen Markéta Vondroušová (7:5, 2:6, 6:3) und wurde damit die erste Schweizerin mit olympischem Einzelgold. Im Doppel holte sie zusammen mit Viktorija Golubic zusätzlich Silber, im Finale setzten sich Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková gegen die beiden Schweizerinnen durch. 2022 gewann Bencic mit der Schweiz den Billie Jean King Cup, den ersten Titel des Landes in diesem Wettbewerb.
Comeback nach der Babypause: Titel in Abu Dhabi und Tokio
Im April 2024 wurde Bencic Mutter: Tochter Bella kam zur Welt. Verheiratet ist sie mit dem Fitnesstrainer und früheren Fußballer Martin Hromkovič. Ende 2024 kehrte sie bei ITF-Turnieren und im Billie Jean King Cup auf den Platz zurück und war 2025 schnell wieder eine feste Größe. Sie gewann den Titel in Abu Dhabi, erreichte in Wimbledon das Halbfinale, in dem sie Iga Swiatek unterlag, und holte im Oktober den Titel beim Pan Pacific Open in Tokio mit einem Finalsieg über Linda Nosková. Damit stand sie Ende Oktober 2025 wieder auf Rang 11 der Weltrangliste.
Auch 2026 gehört Bencic zur erweiterten Weltspitze. Mit Flavio Cobolli gewann sie den Mixed-Titel in Indian Wells und erreichte das Mixed-Finale der US Open. In Wimbledon zog sie ins Achtelfinale ein, wo sie Coco Gauff unterlag.
Belinda Bencics Ausrüstung: Schläger, Saiten, Schuhe und Outfit bei Tennis-Point
Welchen Schläger spielt Belinda Bencic? Die Schweizerin vertraut seit Beginn ihrer Profikarriere auf den Yonex EZONE 100. Der Rahmen mit 100 Quadratzoll Kopfgröße passt zu ihrem druckvollen Grundlinienspiel, weil er Power und Kontrolle verbindet. Als Saite setzt sie auf die Polyestersaite Polytour Pro aus dem Sortiment der Tennissaiten von Yonex. Dazu kommt das Griffband Yonex Super Grap.
Bei Schuhen und Outfit vertraut Bencic seit April 2023 auf Asics. Auf dem Court trägt sie die Asics Solution Speed, das leichteste Performance-Modell der Marke, das zu ihrem dynamischen, bewegungsintensiven Spiel passt. Die Kleider und Outfits für ihre Turnierauftritte stammen ebenfalls von Asics. Passende Tennisbekleidung von Asics und weitere Damen-Tennisschuhe von Asics bekommst du in unserem Tennis-Onlineshop, zu fairen Preisen und mit unserem 100 Tage Geld-zurück-Versprechen. Bestelle noch heute deine Belinda-Bencic-Tenniskollektion und freue dich auf noch mehr Spaß auf dem Court!